01.04.2009

Holocaust an der Peripherie






[11. September 2013. Paul Goma verliert den Prozess gegen mehrere Personen und Publikationen, die er 2006 verklagt hatte. Auszüge aus der Urteilsbegründung des Bukarester Zivilgerichts]

[11 septembrie 2013. Paul Goma a pierdut procesul împotriva mai multor publicaţii şi persoane,instanţa respingînd şi apelul acestuia. Extrase din hotărîrea pronunţată în şedinţă publică]



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Wolfgang Benz, Brigitte Mihok (Hg.): Holocaust an der Peripherie. Judenpolitik und Judenmord in Rumänien und Transnistrien 1940-1944, Metropol Verlag, Berlin 2009, 263 S.

ISBN 978-3-940938-34-3

Preis: 19,00 Euro


Die rumänische Geschichtsschreibung hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit mehrheitlich darauf berufen, dass das Land quasi von den Deutschen besetzt gewesen sei. Damit gingen die Gräueltaten auf das Konto der Nationalsozialisten. Die volle historische Wahrheit ist freilich komplizierter: Das mit NS-Deutschland verbündete Land ließ die Juden rumänischer Nationalität im Kerngebiet Rumäniens unbehelligt, vertrieb und mordete aber die Juden in den neu gewonnenen Landesteilen Bukowina und Bessarabien erbarmungslos.Die Beiträge des Sammelbandes über den Holocaust in Rumänien basieren auf einer internationalen Konferenz des Zentrums für Antisemitismusforschung im Jahr 2008. Die Autoren sind renommierte Holocaustforscher aus Rumänien, Großbritannien, den USA und Deutschland, die verschiedene Aspekte der Verfolgung in Transnistrien behandeln und Einblick in die aktuelle Diskussion zur rumänischen und deutschen Verantwortung geben.

Klappentext


U.a. Beiträge von: Jean Ancel, Dennis Deletant, Mariana Hausleitner, Randolph L. Braham, Hildrun Glass, Viorel Achim, William Totok, Stefan Ihrig.


Für Bestellungen siehe:



Wolfgang Benz, Brigitte Mihok: Holocaustul la periferie. Persecutarea evreilor în România şi Transnistria în 1940-1944, traducere din germană: Cristina Grossu-Chiriac, Editura Cartier, Chişinău 2010

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Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Publikationen, Bd. 6, herausgegeben von Wolfgang Benz, De Gruyter Saur, Berlin/Boston, 2013, 816 Seiten.
Das Handbuch des Antisemitismus versammelt das vorhandene Wissen zum Phänomen der Judenfeindschaft ohne zeitliche und räumliche Begrenzung, Antisemitismus als ältestes religiöses, kulturelles, soziales und politisches Vorurteil wird in allen Aspekten dargestellt und erläutert.
Mit Beiträgen von 152 Autoren, darunter Mariana Hausleitner und William Totok.
Der letzte Band des Handbuches erscheint im Jahr 2014.




 






Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Literatur, Film, Theater und KunstBd. 7, herausgegeben von Wolfgang Benz, Verlag De Gruyter Saur, Berlin / München / Boston 2014, 598 S.
Das Handbuch des Antisemitismus widmet sich allen Aspekten der Judenfeindschaft von den Anfängen bis zur Gegenwart und ohne geographische Begrenzung. Im siebten Band geben in knapp 300 Lemmata 120 Autoren einen Überblick über den kulturellen Antisemitismus im Film und Theater, in der Literatur und Kunst. Der „ewige Jude“ der Ahasver-Legende wird ebenso thematisiert wie die historische Figur „Jud Süß“, Informationen zum Film „Schindlers Liste“ finden sich neben Erläuterungen zur Judenfeindschaft in mittelalterlichen Passionsspielen und den Kontroversen um „Nackt unter Wölfen“ oder Wilhelm Buschs Bildergeschichte „Plisch und Plum“. Romane und Bühnenstücke, Filme und Werke der Bildenden Kunst werden als Vehikel der Judenfeindschaft behandelt. Einträge zu literarischen Versuchen, den Holocaust zu verstehen oder dem Antisemitismus zu wehren, runden das Werk ab.

U.a. mit folgenden Beiträgen von:

Gideon Botsch:

Lippoldsberger Dichtertage
[„Treffen radikalnationalistischer und antisemitischer Schriftsteller”, die zunächst 1934-1939 und dann 1949-1981 auf dem Hof von Hans Grimm – Autor des berüchtigten Blut-und-Boden-Romans, „Volk ohne Raum”, 1926 - bzw. dessen Erben, stattfanden und an denen u. a. auch die völkischen Autoren Heinrich Zillich, Wilhelm Pleyer, Will Vesper, Hans Ulrich Rudel teilnahmen.]

Mariana Hausleitner:

Daghani-Tagebuch (Rumänien, 1942-1943); Dorian-Tagebuch (Rumänien, 1938-1944); Sebastian-Tagebuch (Rumänien, 1935-1944);

Christian Pape:

Das arische Theater in Wien (1898-1903)

[„Vor allem 1898-1903, unter der Direktion von Adam Müller-Guttenbrunn, wurde das Theater ‚Arisches Theater’ oder ‚Antisemitentheater’ genannt.” – S. 22];

 [Die Meinung von Rudolf Hollinger zu Adam Müller-Guttenbrunns Tätigkeit als Leiter des „Kaiser-Jubiläums-Stadttheaters”: „Wieder rennt er gegen schlechte und faule Gesinnung, bis seine edlen dramatischen Pläne durch den mit allen Mitteln geführten Kampf des Judentums endgültig scheiterten.”  - Rudolf Hollinger: Adam Müller-Guttenbrunn der Erwecker des Donaudeutschtums. Ein Vortrag, Schwäbische Verlags-Aktien-Gesellschaft, Temeschburg 1942, S. 8-9. In dem Roman „Die Glocken der Heimat“, 1910,  sangen die Karlsdorfer die stolzen Strophen, die als „Schwabenlied“ alle Donaudeutschen zum mutigen Bekenntnis anfeuerten bis in unsere Tage. Müller-Guttenbrunn war Erzähler, kein Lyriker, aber in diesem Lied, das aus seinem besorgten Herzen brach, fand er das ganze Herz seines Volkes; und die natürliche Offenheit und die Unverblümtheit, mit der das Leid, der Zorn und das stolze Aufbegehren verdichtet wurden, gewannen die Deutschen, die guten Willens und aufrechten Geistes waren, der größeren Zukunft zurück. Unseren Vätern und uns Jungen selbst, die wir am Anfange für die nationalsozialistische Bewegung standen, waren die Verse heilig: 

„0 Heimat, deutschen Schweißes stolze Blüte, 
Du Zeugin mancher herben Väternot, 
Wir segnen dich, auf daß dich Gott behüte, 
Wir stehn getreu zu dir in Not und Tod.“ 

Daß wir heute unsere Feiern mit den Kampfliedern der Bewegung und den Sängen der feldgrauen Helden begehen, ist im Geiste die Erfüllung eines fast mythischen Traumes von Adam Müller-Guttenbrunn, der doch sein ganzes Sinnen und Wirken darauf gerichtet hatte, daß wir heimfänden in das ewige Reich, in dem wir Wohnrecht hatten von dem Augenblick an, da die Urväter sich die Wege in den wilden Osten bahnten und die ungefüge 
Schar in den schwarzen Boden drückten. - Ebenda, S. 22.] 

Gärungen-Klärungen (Roman von Adam Müller-Guttenbrunn, 1903); Kommen wird der Tag (Roman von Roderich Müller-Guttenbrunn, 1921); Wiener Totentanz (Roman von Roderich Müller-Guttenbrunn, 1921); Die Weltverschwörer (Roman von Roderich Müller-Guttenbrunn, 1926); Die Studenten von Hohenstadt (Roman von Roderich Müller-Guttenbrunn, 1943);

[Der österreichische Schriftsteller und Journalist Roderich Müller-Guttenbrunn wurde am 3. Februar 1892 in Wien geboren und starb am 7. Februar 1956. Er war der Sohn des bekannteren Adam Müller-Guttenbrunn und stand diesem in antisemitischer und völkischer Gesinnung sehr nah. Roderich Müller-Guttenbrunn veröffentlichte auch unter den Pseudonymen Roderich Meinhart (Wiener Totentanz, 1921; Die vergessene Stadt, 1921; Madonna Einsamkeit, 1924) und Dietrich Arndt (Kommen wird der Tag!, 1921; Die Weltverschwörer, 1926). Unter seinem echten Namen erschienen „Nach der Heimat möcht' ich wieder!“ (1919), „Die am Wege blieben“ (1920), „Untergang“ (1921), „Knappenbüchlein“ (1924), „Umsturz im Juli“ (1930), „Der Mensch ist schlecht!?“ (1932) sowie der Roman „Die Studenten von Hohenstadt“ aus dem Jahr 1943, der sich an dem früheren Werk „Die vergessene Stadt“ orientiert. Müller-Guttenbrunn, Mitglied der NSDAP, schrieb für die „Linzer Morgenpost“, die Wiener Ausgabe des „Völkischen Beobachters“ und war von 1940-1943 Geschäftsführer des Landesverbandes Ostmark des Reichsverbands der deutschen Presse“. Dort war er u. a. für die Organisation der Überprüfung der „Ariernachweise“ der Mitglieder zuständig. S. 475.]

William Totok:

Începutul adevărului.Oglinda (Film von Sergiu Nicolaescu, 1994); Odessa in fiamme (Film von Carmine Gallone, 1942); Portretul luptătorului la tinereţe (Film von Constantin Popescu, 2010).

Christine Waldschmidt:

Tangoul morţii (Gedicht von Paul Celan, 1944/45 – Todesfuge);

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Täter und Opfer. Verbrechen und Stigma im europäisch-jüdischen Kontext. € 34.00
Täter und Opfer. Verbrechen und Stigma im europäisch-jüdischen Kontext. € 34.00
Art.Nr.: 5390

sofort lieferbar

ISBN: 978-3-8260-5390-0
Erscheinungsjahr: 2014
Seitenanzahl: 264
Sprache: deutsch
Kurzinhalt: Einleitung: Namen und Normen. Das „Jüdische“ und das Verbrechenskonstrukt in Geschichte und Theologie – E. Lapidot: „Wo aber das Gesetz nicht ist, da ist auch keine Übertretung.“ Paulinische Texte zum Verhältnis des „Jüdischen“ und des „Gesetzes“ – M. Disegni: Der Aufstand von Korah zwischen rabbinischer Literatur und der Kritik Walter Benjamins - Eine Figur zum Problem von Recht und Gewalt – F. Dal Bo: Du solltest dich verfolgen lassen. Eine theologisch-politische Auslegung vom Talmudischen Traktat Baba Kamma 93° – J. Seinfeld: Adam (Kunstbild) - Gespiegelte Verbrechen in der Literatur. Jüdische Täter und Opfer im bürgerlichen Roman – N. Immer: Die „verruchten Urwinkel“ Prags. Konfi gurationen des Verbrechens in Gustav Meyrinks Roman „Der Golem“ – G. Wimmer: „Tarabas“ oder der Täter als Opfer. Joseph Roths Roman im Spiegel russischjüdischer Identitätskonfl ikte und Normvergehen – S. Frese: Philip Roths Roman „Operation Shylock: A Confession”. Täter- und Opferdiskurse im heutigen Israel – J. Frese: Golem (Kunstbild) – Philosophie des Stigmas. „Negative Helden“, Gewaltdiskurs und das Problem praktischer Ethik – C. S. Dorchain: Der „große Verbrecher“ als negativer Held und Spiegel der Sanktion Walter Benjamins Meta-Ethik im Essay „Zur Kritik der Gewalt“ – T. Speccher: Der Zeuge Eichmann. Unermesslichkeit des Verbrechens und Notwendigkeit des Urteils - Interview mit Tommaso Speccher: Kriminalistische und psychologische Ausnahmezustände: Das Motiv des „Vatermords“ bei Dostojewskij, Freud und Agamben – J. Seinfeld: 1000 Jahre Frohsinn (Kunstbild) - Schwankende Gestalten, medial inszeniert. Tradition und Wiederaufgriff der Verbrechens-Konstruktion in Propaganda – K. Popa: Finanzhaie und Hochverräter. Antisemitische Hetze in den zentralen Presseorganen der „Deutschen Volksgruppe“ in Rumänien 1941-1944 
Die Herausgeber: Claudia Simone Dorchain, Studium der Philosophie, Psychologie und Kunst in Freiburg und Saarbrücken, Dissertation über Meister Eckharts Erkenntnislehre, Post-Doc-Studie über Gewalt und ihre Rechtfertigung in den Religionen, selbständige Unternehmerin. Tommaso Speccher, Studium der Philosophie in Bologna und Berlin, Forschung u.a. über Emanuel Lévinas und das Messianische, Dissertation über vergleichende Museumskultur zum Holocaust in Deutschland und Italien, arbeitet für das Jüdische Museum in Berlin.





Böhm, Johann / Popa, Klaus: Vom NS-Volkstum- zum Vertriebenenfunktionär. Die Gründungsmitglieder des Südostdeutschen Kulturwerks München und der Landsmannschaften der Deutschen aus Rumänien, Ungarn und JugoslawienPeter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2014, 358 S.


In dieser Studie werden jene Personen der Öffentlichkeit in Erinnerung gebracht, die die Kriminalität des staatlich institutionalisierten Nationalsozialismus innerhalb der deutschen Volksgruppen in Rumänien, Ungarn und dem ehemaligen Jugoslawien unterstützten und die deutsche Bevölkerung einem verbrecherischen Regime auslieferten. Nach 1945 beherrschten diese ehemaligen Nazis nicht nur die Landsmannschaften der Deutschen aus diesen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch das Südostdeutsche Kulturwerk und die Südostdeutschen Vierteljahresblätter. So konnten sie ihre fragwürdige Geschichtsauffassung ungestört verbreiten und ihre Kritiker mit Schmähkampagnen und Einschüchterungsversuchen verunglimpfen. Deshalb widmet sich diese Arbeit der Frage, wie es möglich war, dass sich diese Vertriebenenpolitiker mit brauner Vergangenheit nach 1945 wieder an die Spitze ihrer Landsleute setzen konnten.


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23.3.2016 

Johann Böhm, Einfluss des Nationalsozialismus auf die Presse der deutschen Volksgruppen in Rumänien, Ungarn und Jugoslawien. Zeitungsstrukturen und politische Schwerpunktsetzungen, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2016, 378 S.





Despre presa uniformizată. O lucrare despre presa naţionalistă germană din România, Ungaria şi Iugoslavia a istoricului Johann Böhm, RFE, 13. 9. 2017 


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Ursula Ackrill, Zeiden, im Januar, Wagenbach Verlag, Berlin 2015, 256 S.

KLAPPENTEXT

Januar 1941 in Siebenbürgen. Lange schon hat die Kälte, aus dem Westen kommend, das Sachsenland erreicht. Leontine Philippi, graue Strähnen im Haar, schreibt hellsichtig an der Stadtchronik von Zeiden. Das Manuskript aber hält sie unter Verschluss. Mit Franz Herfurth, ihrem Vertrauten aus Kindertagen, spricht Leontine seit Monaten kein Wort. Er ist jetzt Schularzt in Zeiden, untersucht SS-Rekruten, die vom Reich gefordert werden, und hat Gründe, den „Idioten“ des Ortes mit Argwohn zu verfolgen. Leontine jedoch lässt sich den Mund nicht verbieten, auch wenn sie bis zum Schluss, noch in höchster Gefahr, über mancherlei schweigt. Ursula Ackrill erzählt davon, wie Menschen aus Opportunismus und Feigheit schuldig werden.

Nominiert für den Leipziger Buchpreis 2015. Begründung der Jury: Ursula Ackrill portraitiert mit altösterreichischem Kolorit die widerborstige Stadtchronistin Leontine Philippi als Kassandra Siebenbürgens: ein frappierend dichtes und arabeskenreiches Gewebe aus Körpern und Dingen, Sachsenstolz und Heimatdrang, Fortschritt und Rücksichtslosigkeit, Paradies und Sündenfall.

... Lektüre mit einem Authentizität stiftenden „Sepia-Sound“... - Ernest Wichner, Stechen und draufgehen, in: Die Zeit, Nr. 5, 29.1.2015, S. 48

...Das Thema Antisemitismus erscheint da eher „nebensächlich“ ... - Dana Buchzik, Und tief in mir rumort die Tinte, in: Die Welt, 24.01. 2015

... Die unchronologische Erzählform des Romans, seine Mischung aus referierenden Dialogen und inneren Monologen erleichtern die Lektüre nicht unbedingt. - Ursula März, Einsam in der Ablehnung des Hitlerregimes, DRK, 10.2. 2015

[Es fordert] Geduld, um in diesen ungemein quellengläubigen und detailreichen Roman mit seinem teilweise historisch verbürgten Personal einzusteigen. Er liest sich, bei aller Sprachfantasie der Autorin, so halsstarrig und sperrig, wie die Siebenbürger Sachsen auftreten mit ihrem „falschen“, rumpelnd-umständlichen Deutsch... - Ulrike Baureithel, Hinter Siebenbürgens Monden, in: Der Tagesspiegel, 15. 2. 2015

Ackrills Roman ist stark und eigenständig, berührend und verwirrend. Er liefert wenige Antworten, wirft aber große Fragen auf, die nicht nur 1941 und nicht bloß in Siebenbürgen wichtig waren... - Jurek Skrobala, Zwischen Heimat und Hitler, in: Spiegel-online, 16.2. 2015.

Von Hitler und seinem NS-Deutschland versprechen sich die Sachsen die ganz groß in Gang gesetzte Zeit. - Christian Thomas, Das versiegelte Wissen, in: Frankkfurter Rundschau, 16.2. 2015

„Zeiden, im Januar” ist ein aus vielen Stimmen zusammengesetztes, chronologisch aufgebrochenes Panorama; ein Wimmelbild, in dem Ackrill beharrlich und genau die Hinwendung der Siebenbürger Sachsen zum Nationalsozialismus als eine aus der Perspektive der Handelnden alternativlose Notwendigkeit herausarbeitet. - Christoph Schröder, Besser treten als getreten werden, in: die tageszeitung (taz), 17.2. 2015

(...) un roman despre un trecut prea puţin cunoscut (...) - William Totok, RFE, 18.3. 2015

(...) kein Buch, das man mal an einem Nachmittag „runterlesen“ kann. - Doris Roth, "Kein Heimatroman: Ursula Ackrill beleuchtet ein wenig bekanntes Stück siebenbürgischer Geschichte", in: Siebnbürgische Zeitung, 24.3. 2015

„Nimic nu mă mai cheamă acolo“. Cu Ursula Ackrill a discutat jurnalista berlineză Christel Wollmann-Fiedler cu ocazia unei lecturi publice la Hamburg, în: Observator cultural, 18. 12. 2015




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Gerhard Köpernik, Faschisten im KZ. Rumäniens Eiserne Garde und das Dritte Reich (Fascişti internaţi în lagăre de concentrare. Garda de Fier din România şi cel de-al Treilea Reich), Editura Frank & Timme, Berlin, 2014, 286 p.

Legende politice. Cartea lui Gerhard Köpernik despre legionarii internaţi în lagărele din Germania nazistă,RFE, 3.12.2014.

În ultimii ani se vehiculează cu insistenţă crescîndă diverse legende legate de Mişcarea legionară, cea mai cunoscută organizaţie extremistă de dreapta din România, fondată în 1927 de către Corneliu Zelea Codreanu. La baza unor legende istorice legate de legionari se află atît succesorul lui Codreanu, Horia Sima, cît şi discipoli ai gardiştilor divizaţi în două fracţiuni adversare, simiştii şi codreniştii.
Una din legendele care şi datorită internetului a cunoscut o răspîndire aparte este teza că Garda de Fier nu ar fi fost o organizaţie fascistă. Ca argument pentru această teză se susţine că, însuşi Tribunalul de la Nürnberg ar fi exonerat Mişcarea legionară. Mai departe aici.



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Oliver Jens Schmitt, Căpitan Codreanu. Aufstieg und Fall des rumänischen Faschistenführers, Paul Zsolnay Verlag, Wien 2016, 336 S.

Nach Hitler und Mussolini war Corneliu Zelea-Codreanu (1899 bis 1938) der Dritte in der Reihe charismatischer Führer des Faschismus im Zwischenkriegseuropa. Der Historiker Oliver Jens Schmitt zeichnet in dieser Biographie erstmals seine Geschichte im europäischen Kontext. Wie Hitler plant Codreanu 1923 einen Putsch. Er wird verhaftet und zu einem Idol rechtsnationaler Kreise. Schmitt erzählt von Studentenunruhen, Massenaufmärschen, von der Anziehungskraft, die der Capitan besonders auf Intellektuelle wie Mircea Eliade und Emil Cioran ausübte, von seinem gewaltsamen Tod und dem Aufflackern seines Kultes in der Gegenwart.

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1.3. 2017

Între activism şi misticism

Prima biografie ştiinţifică a lui Corneliu Zelea Codreanu (1899-1938), scrisă de istoricul Oliver Jens Schmitt, apărută la Viena. Recenzie de William Totok, RFE, 1.3. 2017

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14. 9. 2016
Robii din Transnistria. Un studiu despre deportaţii evrei şi romi în perioada 1942-1944, semnat de Viorel AchimRFE, 24.9. 2016
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Rumäniendeutsche und Nationalsozialismus

Mit Beiträgen von Timo Hagen, Dirk Schuster, Corneliu Pintilescu, Hannelore Baier, Horst Samson, Franz Hodjak u.a. 



Florian Kührer-Wielach (Hg.)



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Volker Weiß 

Die autoritäre Revolte
Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes

Scharfsinnig zeigt Volker Weiß die brisante Entwicklung des neuen rechten Denkens auf. Er porträtiert die wichtigsten Akteure der rechtspopulistischen Bewegungen mitsamt deren Strategien und Methoden. Eine dichte Darstellung von Geschichte und Gegenwart einer Neuen Rechten, deren Aufschwung nicht überraschend war.
Inhalt
1. Die »Neue Rechte« – Eine Familienaufstellung
2. Armin Mohler – Die Erfindung einer Tradition
3. Der Weg zur AfD – Die Sammlung der Kräfte
4. Provokationen von rechts – Politik des Spektakels
5. Konservativ-Subversive Aktionen – Vom Geist auf die Straße
6. Untergang und Rettung – Aufstand des »geheimen Deutschland«
7. »Abendland« – Kurze Geschichte eines Mythos 
8. Der Feind in Raum und Gestalt – Islam, Amerika und Universalismus
9. Vom »Wahrheitskern« neurechter Politik – Autoritärer Populismus


+ + + „Revolta autoritară”, RFE, 7.6. 2017 + + + 
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8.11. 2015

Gefährliche Bürger

Liane BednarzChristoph Giesa

Wie die neue Rechte in die gesellschaftliche Mitte vorstößt – und was die Gesellschaft dagegen tun kann

Die Pegida-Märsche und der Aufstieg der AfD sprechen eine deutliche Sprache: Es ist wieder salonfähig geworden, gegen eine vermeintliche "Überfremdung" zu wettern und Minderheiten zu diskriminieren. Gezielt werden die Ängste der bürgerlichen Mitte geschürt, um den Zorn der Wut- und Frustbürger auf die Schwächsten zu lenken: Ausländer und Homosexuelle müssen um ihre Sicherheit fürchten, Übergriffe gegen Juden nehmen zu. Wir dürfen diesem Treiben nicht länger zusehen, sondern sollten ihm mit guten Argumenten Einhalt gebieten. Liane Bednarz und Christoph Giesa analysieren, wie die neue Rechte arbeitet, welche Strategien und welche Politik sie verfolgt – und was die Gesellschaft dagegen tun kann!

Liane Bednarz, Christoph Giesa: „Gefährliche Bürger. Die neue Rechte greift nach der Mitte“. Hanser Verlag, München 2015, 255 Seiten, 17,90 Euro

"Die neuen Rechten von heute pfeifen auf Demokratie, Westbindung und Toleranz. Ihre Feindbilder sind der „Parteienstaat“, Europa und der Euro sowie die offene Gesellschaft – die „Homo-Lobby“ und die „Asyl-Industrie“, vor allem aber Flüchtlinge und Muslime als Agenten einer angeblichen Islamisierung. Sie inszenieren sich als Stimme des Volkes und Opfer von Political Correctness, „Sprachverboten“ und „Genderwahn“ und rufen zum „Widerstand“ auf. Ihre Medien heißen Junge Freiheit, eigentümlich frei, Blaue Narzisse oder Sezession, und sie streben einen völkischen, antiwestlichen und antiliberalen Staat an. "  - Weiter hier
taz, 8.11. 2015



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Aktualisiert, actualizat: 13. 9. 2017