28.05.2009

Schwulenparade in Bukarest

Schwulenparade in Bukarest, 23. Mai 2009

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taz-online, 21.2.2013


HOMOPHOBIE IN RUMÄNIEN

„Tod den Schwulen“

Christlich fundamentalistische und rechtsradikale Aktivisten sprengen in Bukarest die Vorführung eines Films über Homosexuelle. Die Polizei sieht tatenlos zu.VON WILLIAM TOTOK
Mitglieder der rechtsextremen „Neuen Rechten“ (Noua Dreapta) demonstrieren gegen die Gay Pride in Bukarest im Mai 2010. Bild:  dpa
BERLIN taz | „Tod den Schwulen!“ Unter diesen Ausrufen stürmten über 50 Aktivisten schwulenfeindlicher, orthodox-christlich fundamentalistischer und rechtsradikaler Organisationen am Mittwoch Abend in der rumänischen Hauptstadt Bukarest einen Kinosaal und unterbrachen die Vorführung des Films „The kids are all right“.
Der Film lief im Rahmen eines alljährlich organisierten „Monats der LGBT-Geschichter“ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender). Die gesamte Veranstaltungsreihe, die unter anderem. von der rumänischen Schwulenorganisation „Accept“ organisiert und von der US-Botschaft in Bukarest unterstützt wurde, sollte für mehr Toleranz gegenüber Homosexueller werben und zum Abbau von schwulenfeindlichen Tendenzen innerhalb der rumänischen Gesellschaft beitragen.

Bereits seit Wochen zirkulierten im Internet Boykottaufrufe schwulenfeindlicher Organisationen. Der Direktor des rumänischen Bauernmuseums, der den Kinosaal seiner Institution den LGBT-Organisatoren zur Verfügung gestellt hatte, wurde beschimpft und verbal bedroht. Dennoch hüllten sich die zuständigen Behörden in Schweigen. Auch am Mittwoch sah die Polizei den Krawallmachern tatenlos zu.
In einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der staatlichen rumänischen Antidiskriminierungsbehörde CNCD wird der homophobe Zwischenfall scharf verurteilt und als Angriff auf die Menschenrechte gewertet. Die zuständigen Behörden werden nachdrücklich aufgefordert, die Verantwortlichen für den Vorfall zur Rechenschaft zu ziehen.
In Hetzschriften werden Schwule mit Juden und Freimaurern gleichgesetzt
Seit Jahren wird Homosexuellen unterstellt, die nationalen und fundamentalen christlichen Werte des rumänischen Volkes zu unterwandern und die traditionelle Familie zu zerstören. In Hetzschriften, die in den letzten Jahren vor allem im Internet verbreitet wurden, werden Schwule mit Juden und Freimaurern gleichgesetzt.
So auch in mehreren von dem rechtsextremen Portal AlterMedia veröffentlichten Beiträgen. In einem am Mittwoch publizierten Bericht des nationalistischen und fundamentalistischen Hetz-Bloggers Victor Roncea wird die Unterbrechung der Filmvorführung als „ein erfolgreicher Protest gegen die Schwulenmafia und -propaganda“ dargestellt.
Der Direktor des Museums, der dem Druck der homophoben Organisationen standgehalten hatte, wird in dem Bericht als Freimaurer beschrieben. Dieser und der „katholische Kulturminister“ hätten nichts unternommen, um die Zusammenkunft der Schwulen zu unterbinden. Zudem hätten sie die Proteste von über 30 Organisationen gegen die „Schändung des christlichen Glaubens“ und der christlichen Traditionen der Rumänen ignoriert.
Bezeichnenderweise hatte sich die Neue Rechte diesmal nicht an den Protesten beteiligt. Sie hatte in den letzten Jahren an vorderster Front in der Bekämpfung der Schwulenemanzipation gestanden stand und systematisch für die Wiedereinführung des alten StGB-Paragraphen plädierte. Dieser stellt Homosexualität unter Strafe.
Die derzeitige Zurückhaltung der Neuen Rechten ist auf die Verhaftung eines prominenten Aktivisten der Neuen Rechten zurückzuführen. Dieser war Ende des vergangenen Jahres wegen Pädophilie festgenommen worden. Noch bevor die Festnahme bekannt wurde, erfuhr die Öffentlichkeit Einzelheiten über einen gewalttätigen Überfall auf die Teilnehmer einer Veranstaltung der Hochschule für politische Wissenschaften zum Thema Homosexualität. Obwohl die Polizei Ermittlungen eingeleitet haben soll, wurde bislang keiner der homophoben Schläger identifiziert und gefasst.

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28.6. 2013

Homofobie diplomatică - Diplomatische Homophobie

Titus Corlăţean la Conferinţa Anuală a Alianţei Familiilor din România



Citat: 
[...] [de la minutul 9] De aceea Dumnezeu i-a lasat prada necuratiei, sa urmeze poftele inimii lor, asa ca isi necinstesc singuri trupurile. Din pricina aceasta Dumnezeu i-a lasat in voia unor patimi scarboase caci femeile lor au schimbat intrebuintarea fireasca a lor intr-una care este impotriva firii si tot astfel si barbatii au parasit intrebuintarea fireasca a femeii, s-au aprins in poftele lor unii pentru altii, au savarsit parte barbateasca cu parte barbateasca lucruri scarboase si au primit in ei insisi plata cuvenita pentru ratacirea lor. Dumnezeu i-a lasat in voia mintii lor blestemate ca sa faca lucruri neingaduite.[...] 


Der Außenminister zitiert aus der Bibel, aus Paulus an die Römer, folgenden Abschnitt:

Römer, 1, 24-28


24 Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, sodass ihre Leiber durch sie selbst geschändet werden, 
25 sie, die Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient haben statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen. 
26 Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; 
27 desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. 
28 Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, sodass sie tun, was nicht recht ist [...]



Aktualisiert - 2.7.2013